Lexikon



Markise
Aufrollbares Sonnenschutzdach aus einem speziellen Markisendrell, einem dichten Köpergewebe aus Leinen, Baumwolle und später auch Chemiefaser. Entstand im 18. Jahrhundert in Frankreich parallel zu den immer höher werdenden -> Fenstern.
Marmor
Marmor ist ein mittel- bis grobkristalliner metamorpher -> Kalkstein, der marmoriert ist, sich leicht polieren lässt und dadurch eine glänzende Oberfläche erhält. Wegen seines geringen Porenraums ist er sehr frostbeständig. Im Baugewerbe und in der Bildhauerkunst ist er weit verbreitet.
Marmorgips
Ein doppelgebrannter -> Gips, der mit -> Alaun abgelöscht ist. Dadurch erhärtet er schnell, wird sehr hart und eignet sich gut für dünnwandige und scharfkantige Abgüsse.
Marmorkalk
Hochwertiger -> Luftkalk, der mit einem klaren Weiß aushärtet und aus weißem -> Marmor gebrannt wird. Einsatz in der -> Frescomalerei.
Marmormehl
Fein zermahlener -> Marmor, der z.B. bei feinem -> Stuck wie -> Stuccolustro als Rohstoff dient.
Marmorstuck
Hochwertiger -> Stuck aus -> Marmorgips.
Marseiller Falzziegel
Einer der ersten verfalzten -> Pressdachziegel in Frankreich, der sich dort Ende des 19. Jahrhunderts verbreitete und ähnlich wie der -> Altkirchener Falzziegel von Gilardoni eine oder zwei tiefe Mulden aufweist.
Maschinenstreichziegel
Andere Bezeichnung für -> Maschinenstrichziegel.
Maschinenstrichziegel
Maschinell hergestellter ungelochter -> Vollziegel, der in Metallformkästen mit bis zu 17 Fächern maschinell gestrichen wurde, im Gegensatz zum -> Pressziegel.
Maschinenziegel
Ziegel, bei dem die Formgebung nicht mehr im Handstrichverfahren erfolgte, sondern maschinell, z.B. durch einen Tiergöpel oder eine Dampfmaschine angetrieben. Dieser Wechsel fand etwa ab 1870 nach der allgemeinen Einführung des kontinuierlich brennenden Ringofens und der Schneckenpresse statt. Dem Vorteil der gleich bleibenden Qualität stand der Nachteil der Farbmonotonie und Glattheit gegenüber.